Big Band
Die Big Band wird definiert durch ihre Größe: es ist eine besonders große Jazz-Band, in der alle Bläserstimmen mehrfach besetzt sind. Die Big Band entstand im Herzen des New Orleans-Jazz in der Mitte der 20ger Jahre. Hier spielten die schwarzen Musiker zunächst noch in kleineren Formationen improvisierte Musik und keine klassischen Band Arrangements. Maßgeblich geprägt wurde die Big Band durch Musikgrößen wie Duke Ellington und Fletcher Henderson.
Es gibt Big Bands in verschiedenen Stilrichtungen, wie beispielsweise der Swing Big Band. Hier gibt es eine Rhythmusgruppe, eine Bläsergruppe sowie Trompeten und Posaunen in der Blechbläsergruppe.
Meistens spielen vier oder fünf Instrumente in einer Gruppe. Eine andere Form der Big Band ist die Mambo-Big Band: Hier spielen ausschließlich Musiker, die sich auf den Mambo spezialisiert haben.Es existiert eine gleiche Gruppenaufteilung wie in klassischen Big Bands: Perkussions, Schlagzeug sowie Trompeten, Posaunen und Saxophone. Fast alle Instrumentewerden mehrfach besetzt; meistens sind noch mehrere Sänger mit dabei. Der Schwerpunkt liegt hier im Gegensatz zu anderen Big Bands auf dem Rhythmus. Dafür gibt es kaum Holzbläser.
In Big Bands gibt es anders als beim klassischen Jazz wenig Raum für Improvisationen. Es werden meist feste Arrangements gespielt; freies Spielen ist höchstens für Solo-Instrumente möglich, die dann von den Rhythmusinstrumenten im Hintergrund begleitet werden.
Das Ende der Big Bands kam Ende der 40ger Jahre. Es wurden immer weniger Tanzveranstaltungen angeboten und die Bigbands fanden keine Beschäftigung mehr. Das Publikum verlangte wieder nach kleinere Bands und Solokünstlern. So gilt die Zeit zwischen 1935 und 1947 als klassische Hochphase der Bigbands. Die berühmtesten Bigbands sind die Count Basie Bigband und die Bigband um Stan Kenten. Nachdem die Zeit der Big Bands in Amerika dem Ende zuging, begann sie in Deutschland erst so richtig. Ihren Ursprung fanden deutsche Big Bands in der heutigen Bundeshauptstadt Berlin.